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EC KAC

ICEHL: Kadervorstellungen 2020: EC KAC (4/11)

Die Preseason neigt sich dem Ende zu und die neue Saison, die erste der ICEHL steht vor der Tür. Zeit, einen Blick auf die Teams zu werfen und sich mit den Kadern zu beschäftigen mit denen die elf Vereine in die neue Saison gehen. Wir stellen die Kader vor, die Bewertung übernehmt ihr: Mit unserem Umfragetool am Ende des Artikels.

Der EC KAC blickt vermutlich mit gemischten Gefühlen auf die, durch die Corona-Pandemie verkürzte, Saison zurück. Den Grunddurchgang beendete der Rekordmeister auf Rang 3 – nur 79 Tore musste man hinnehmen, die 110 geschossenen Tore bedeuteten aber nur einen Platz im Mittelfeld. In der Platzierungsrunde verlor man vier der letzten fünf Partien, in den Playoffs lag man zum Zeitpunkt des Abbruchs gegen den EHC LIWEST Black Wings Linz bereits mit 0:3 zurück. Es lief also nicht alles nach Wunsch. Der Kader wurde an einigen Positionen verändert und der gesamte Verein durch die Tragödie um Adam Comrie erschüttert. Trotz dieses Schicksalsschlags und auch den punktuellen Veränderungen, sollte man den EC KAC in der bevorstehenden Spielzeit auf dem Zettel haben.

Trainer:
Der 53-jährige Finne Petri Matikainen geht in seine bereits dritte Saison bei den Rotjacken. Der ehemalige Verteidiger, der seine aktive Karriere 1999 im Dress der Klagenfurter beendete, steht bis zum Ende der Saison 2021/22 in der Kärntner Landeshauptstadt unter Vertrag. Bereits in seinem ersten Jahr konnte Matikainen den Titel holen, auch in der kommenden Saison gehen die Rotjacken als Mitfavorit auf die Trophäe ins Rennen. Unterstützt wird Matikainen durch seinen Landsmann Juha Vuori, der nach neun Jahren Coaching-Tätigkeit beim finnischen Erstligisten Rauma Lukko nach Klagenfurt wechselte.

Petri Matikainen bleibt hinter der Bande (Pic: foto-dostal.at)

Goalie:
Nur 79 Gegentreffer mussten die Schlussmänner des EC KAC im Grunddurchgang der abgelaufenen Spielzeit hinnehmen – Ligabestwert. Auch heuer will man sich auf ein starkes Goalie-Duo verlassen. Lars Haugen kehrte nach zwei Jahren zwischen den Pipes der Rotjacken in seine norwegische Heimat zurück, auch Jhonas Enroth zog weiter. Viele rechneten damit, dass nun David Madleners Zeit als #1 kommt, konnte der 28-jährige Vorarlberger in 30 Spielen eine starke Fangquote von 91,4% und einen unglaublichen Gegentorschnitt von nur 1,78 aufweisen.

Das Management des EC KAC entschied sich aber anders und holte niemand geringeren als Sebastian Dahm zurück in die Liga. Der in Kopenhagen geborene Däne gibt nach zwei Jahren Iserlohn und einem Jahr Berlin sein Comeback in der ICEHL, denn bereits zwischen 2015 und 2017 hütete der Däne das Tor der Moser Medical Graz99ers. Damals galt Dahm als einer der besten Torhüter der gesamten Liga – genau das erhofft man sich auch in Klagenfurt. Beide Netminder haben einen gültigen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison.

David Madlener bekommt mit Sebastian Dahm neue Konkurrenz (Foto: Kuess/www.qspictures.net)

BISHERIGE KADERVORSTELLUNGEN
FEHERVAR AV19
RED BULL SALZBURG
HC INNSBRUCK
EC KAC
EC VSV
HC BOZEN
GRAZ99ers
BLACK WINGS 1992
BRATISLAVA CAPITALS
DORNBIRN BULLDOGS
VIENNA CAPITALS

Verteidiger:
Mit David Fischer ist der punktbeste Verteidiger des KAC wieder mit von der Partie. Der US-Amerikaner gab seine Kapitänsbinde an den neuen Captain Manuel Ganahl ab und wird in der kommenden Saison das „A“ auf der Brust tragen. Ende August wurde Fischer operiert – wann der 32-Jährige wieder einsatzbereit ist, steht noch nicht fest. Erneut im Aufgebot des Rekordmeisters stehen Steven Strong, Clemens Unterweger und auch Martin Schumnig, der mit seinen 31 Jahren in seine bereits zwölfte volle Saison geht.

Nicht mehr im Aufgebot der Rotjacken ist hingegen Petter Hansson, der sich nach nur einer Spielzeit in Klagenfurt nach einem neuen Arbeitgeber umsehen muss. „Frisch aus Nordamerika“ kommt der erst 20-jährige St.Veiter David Maier. In den letzten beiden Jahren verteidigte Maier für das North Bay Battalion und die Peterborough Petes. Im August folgte der Wechsel in die Heimat, Maiers Vertrag geht bis zum Ende der Saison 2022/23.

Auf Try-Out-Basis in Klagenfurt befindet sich der slowenische Nationalspieler Blaz Gregorc. Der Slowene stand die letzten sieben Jahre in Tschechien auf dem Eis und will sich mit guten Leistungen für ein Arbeitspapier empfehlen. Abgerundet wird das Verteidiger-Aufgebot durch Michael Kernberger, Kele Steffler und Niklas Würschl. Damit verfügt der KAC über eine gute Defensive, die auch in der abgelaufenen Saison zu überzeugen wusste.

David Fischer bleibt beim Rekordmeister! (Pic: fodo.media/Harald Dostal)

Stürmer:
Lediglich drei Importe finden sich im Aufgebot des KAC wieder, somit hat sich diese Zahl im Vergleich zum Vorjahr um zwei reduziert. Ob das nun eine Folge der Corona-Pandemie ist, sei dahingestellt. Neu in Klagenfurt ist Daylon Groulx, der zusammen mit David Maier der jüngste Crack im Aufgebot der Rotjacken sein wird. Der 20-jährige Flügel stürmte im Vorjahr mit Marco Rossi für die Ottawa 67s und sammelte dabei zehn Punkte in 24 Spielen ein. Für den Sohn von Wayne Groulx, der in den 90ern für Lustenau den ATSE, den EC Graz und für den KAC stürmte, ist es die erste Europa-Station. Siim Liivik, Andrew Kozek und auch Matt Neal haben die Klagenfurter verlassen. Während Kozek sein Comeback in Linz gibt, unterzeichnete Neal bei den Heilbronner Falken. Liivik entschied sich mit 32 Jahren für sein Karriereende.

Der Kern rund um Urgestein Thomas Koch und den neuen Kapitän Manuel Ganahl blieb bestehen. Auch Thomas Hundertpfund, der den KAC mit 33 Punkten anführte, stürmt weiter im Dress des Rekordmeisters. Tommy Koch geht in seine bereits 14. Saison für die Klagenfurter und kann auf bisher 747 Einsätze auf höchster Ebene zurückblicken. Im Vorjahr landete er mit 28 Punkten auf dem zweiten Platz der internen Scoring-Wertung. Die beiden Geier-Zwillinge Manuel und Stefan gehen in ein weiteres Vertragsjahr. Rok Ticar fand sich nach seinem Wechsel zu den Klagenfurtern gut ein und zeigte mit sechs Zählern in neun Partien auf. Auf den Slowenen werden sich viele Blicke richten.

Koch, Petersen & Co. wollen wieder für Furore sorgen (Foto: Kuess)

Nick Petersen hatte im Vorjahr mit Verletzungen zu kämpfen, der Kanadier sollte aber heuer wieder fit sein. Der KAC braucht auch einen fitten Petersen, um den Abgang von Kozek, der mit 17 Toren Klagenfurts bester Goalgetter war, etwas abzufangen. In den letzten vier Jahren erzielte Johannes Bischofberger 49 Tore für die Rotjacken, auch in den kommenden beiden Jahren kann der KAC auf die Dienste des Dornbirners zählen. Lukas Haudum, der in seiner ersten Saison 17 Punkte einsammeln konnte, komplettiert zusammen mit Daniel Obersteiner, Nikolaus Kraus und den beiden Witting-Brüdern Marcel und Samuel, die Angriffsabteilung des EC KAC. Man darf gespannt sein, wie die Offensive heuer abliefert, denn auch schon im Vorjahr zählte man nicht gerade zu den torgefährlichsten Teams. Auch die Abgänge von Kozek und Neal, die zusammen immerhin 27 Tore und 52 Punkte ablieferten, müssen kompensiert werden.

Nun seid ihr dran: Wo seht ihr den EC KAC in der kommenden Saison?

Pic: foto-dostal.at

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