All for Joomla All for Webmasters
International

WM22-Analyse: Das ÖEHV-Team ist am besten Weg sein Negativ-Image abzulegen

Aktuell schwebt das österreichische Nationalteam auf einer Euphoriewelle. Ein Punkt gegen die USA und zwei Punkte gegen Tschechien wurden eingefahren. Seit geraumer Zeit ist Österreich aber auch eine typische „Fahrstuhl-Mannschaft“, die zwischen A-WM und Division 1 hin und her pendelt. Schafft man heuer den Klassenerhalt?

Von 1998 bis 2005 war das heimische Nationalteam durchgehend erstklassig unterwegs. Ausgerechnet bei der Heim-WM 2005 in Innsbruck und Wien folgte dann aber der Abstieg. Gegen Russland startete man passabel mit einer 2:4 Niederlage, danach folgten aber herbe Klatschen gegen Weißrussland (0:5) und die Slowakei (1:8). Der Abstieg war besiegelt.

2007 fand die WM in Russland statt und es gestaltete sich ein ähnliches Bild. Drei klare Niederlagen gegen die USA, Weißrussland und Tschechien bedeuteten abermals den Abstieg.

2009 hatte man in der Schweiz enorme Probleme in der Offensive und erzielte in drei Spiele gerade mal zwei Tore. Da Lettland sogar überraschend Schweden schlug, war der Abstieg bereits vor dem letzten Spiel fixiert.

2011 in Kosice war der offensive Output noch schwächer. Nur bei der Auftaktpleite gegen die USA erzielte Marco Pewal einen Treffer, danach folgten zwei „Zu-Null“ Niederlagen gegen Schweden und Norwegen.

Seit 2013 wurde das System geändert, statt vier Vierer-Gruppen gibt es nun nur noch zwei Achter-Gruppen. Österreich spielte in Helsinki ein durchaus passables Turnier. So gewann man gegen Lettland mit 6:3 und besiegte Slowenien mit 2:1 nach Penaltyschießen. Trotzdem reichten fünf Punkte und 18 erzielte Tore nicht für den Klassenerhalt.

Besonders bitter verlief die WM 2015 in Tschechien. Österreich startete sehr gut in das Turnier und besiegte die Schweiz mit 3:4 nach Penalty-Schießen. Zudem punktete man auch bei der 1:2 Niederlage nach Verlängerung in Lettland und beim 3:2 nach Penaltyschießen gegen Deutschland. Österreich beendete das Turnier mit fünf Punkten ebenso wie Frankreich und Lettland. Da aber beide direkten Begegnungen verloren wurde, stieg Österreich abermals ab.

2016 schaffte Österreich den Aufstieg zur A-WM nicht, dieser erfolgte erst 2017. Das Turnier 2018 in Kopenhagen verlief erfreulich. Im ersten Spiel gegen die Schweiz holte man sich einen Punkt, die entscheidende Begegnung gegen Weißrussland wurde souverän 4:0 gewonnen. Mit vier Punkten sicherte man sich den Klassenerhalt.

Umso enttäuschender präsentierte man sich ein Jahr später in Bratislava. Den Auftakt gegen Lettland setzte man mit 2:5 in den Sand. Es folgten deutliche Niederlagen gegen Russland (0:5), die Schweiz (0:4), Schweden (1:9) und Tschechien (0:8). Gegen Norwegen konnte man bei der 3:5 Niederlage auch nicht wirklich mithalten. Trotzdem hatte man gegen Italien noch die Chance, diese wurde aber mit einer Shoot-Out Niederlage zu Nichte gemacht. Mit nur einem Punkt und einem Torverhältnis von -31 verabschiedete man sich in die Zweitklassigkeit.

So einen guten Start wie heuer, hatte Österreich schon lange nicht mehr. Drei Punkte aus drei Spielen und diese allesamt gegen Top-Nationen sprechen für einen deutlichen Aufwärtstrend. Bisher erlebte man gegen solche Gegner meist ein schlimmes Debakel. Erfreulich sind auch die individuellen Statistiken. So halten gleich sieben Cracks bei einer positiven +/- Statistik, fünf stehen bei Null. Spitzenreiter dabei ist Dominique Heinrich mit +4.

Bernhard Starkbaum hält nach zwei Einsätzen bei einer bärenstarken Fangquote von 92,6% und einem Gegentorschnitt von 1,3. Unterstrichen werden diese Werte vom starken Defensivauftreten der gesamten Mannschaft. So hält Österreich bei einer Penalty-Killing Quote von 88,89%. Das ist der bisher drittbeste Wert des gesamten Turniers. Lediglich im Powerplay war man bisher nicht erfolgreich.

Aber es gilt trotzdem vorsichtig zu sein, denn drei Punkte sind noch keine Garantie für einen Verbleib in der Weltspitze, da auch Großbritannien schon gepunktet hat. Trotzdem sieht es gut aus für Rot-Weiß-Rot und wenn sie an die Leistungen anknüpfen können, sollte der Klassenerhalt schaffbar sein.

www.hockey-news.info, Bild: KK

bet365
To Top
error: Content is protected !!