Die Regular-Saison 2028/19 der NLB gehört der Vergangenheit an, am heutigen Freitag den 22.2.2019 beginnen die Playoffs, wobei sechs von acht Teams aufstiegsberechtigt sind und es daher zu einer Ligaqualifikation kommen könnte.
2014/15 wurde der HC Ajoie NLB-Meister, doch hatten die Jurassier damals keinen Antrag für den Aufstieg gestellt, daher hatte der vom Abstieg bedrohte EHC Biel das Glück keine Ligaqualifikation bestreiten zu müssen. Dasselbe dürfte auch in dieser Saison der Fall sein.
Aber egal wer das Playout-Finale in der National League verliert, der B-Meister wird mit ziemlicher Sicherheit um den Aufstieg spielen können, da alle Unterlagen von Ajoie, La Chaux-de-Fonds, Kloten, Olten, Langenthal und Visp regelkonform eingegeben und und gutgeheissen wurden. Der Gewinner der sechs Teams wird NLB-Meister und damit kommt es zur Ligaqualifikation. Sollten aber der HC Thurgau oder die EVZ Academy NLB-Meister werden, hat der Letzte in der NLA Glück und die Ligaqualifikation entfällt, was aber eher unwarscheinlich ist. Ebenso wenn der zukünftige NLB-Meister aus welchen Gründen auch immer einen Rückzieher machen sollte und nicht aufsteigen will.
Prognosen der sechs Aufstiegsberechtigten in den Paarungen:
HC La Chaux-de-Fonds (1.) – EVZ Academy
(8.)
La Chaux-de-Fonds konnte nach den letzten zwei Spielen den
Tabellenleader Ajoie noch überholen und ablösen und hat erstmals
seit 2010/11 die Regular Season wieder gewonnen. Die ganze Saison
über spielten die Jurassier an der Spitze mit und stehenmit mit 90
Punkten auf Platz 1. Die Rapperswil-Jona Lakers, die letztjährigen
Aufsteiger wurden mit 107 Punkten auf dem Konto NLB-Meister.
Die EVZ Academy, welche etzten Spieltag noch den letzten
Playoff-Platz ergatterten, hatten schon in der vergangenen Saison
den achten Platz belegt und sind als Farmteam der Zuger
logischerweiser nicht aufstiegsberechtig. Eine klare Sache für den
HCC, denn alles andere als ein 4:0 Sieg der Serie wäre für das
Innerschweizer Farmteam ein Erfolg. Gegen die Solothurner standen
sie in dieser Saison nur ein einziges Mal einem Sieg nahe, verloren
aber im Penaltyschiessen.
Prognose: 4:0 für La Chaux-de-Fonds
HC Ajoie (2.) – HC Thurgau (7.)
Von Beginn an dieser Saison galt der HC Ajoie bereits als Favorit,
hatten sie doch mit Philip-Michael Devos und Jonathan Hazen eines
der gefährlichsten Ausländer-Duo im Team. Wie schon in der Saison
davor, lag Ajoie lange Zeit auf dem ersten Platz beendete jedoch
diesmal die Regular-Saison auf Platz 2, weil sie ihre beiden
letzten Partien verloren und die Tabellenspitze dem HC La
Chaux-de-Fonds überlassen mussten.
Der Ostschweizer Verein, HC Thurgau, hatte namhafte Abgänge zu
verkraften und starteten denkbar schlecht in die Saison. Doch mit
der Zeit entwickelten sie sich hervorragend weiter und
qualifizierten sich dank ihrer Leistungssteigerung ebenfalls
souverän für die Playoffs. Der HCT geriet zwar vor einigen Wochen
erneut in ein Tief, danach spielte die Mannschaft wieder stärker
auf. Thurgau mit der zweitbesten Defensive der Swiss League hatte
zudem nur 104 Gegentreffer erhalten.
Man denkt bei dieser Paarung eher an das Weiterkommen des HC Ajoie
und das Ausscheiden der Thurgauer zumal auch die Ambitionen beider
Teams unterschiedlich sind. Trotzdem ärgerten die Thurgauer in den
letztjährigen Playoffs den späteren Finalisten EHC Olten zweimal
und verloren ihr 5.Spiel erst nach der Verlängerung.
Prognose: 4:2 für Ajoie
EHC Olten (3.) – EHC Visp (6.)
Der EHC Olten träumt seit vielen Jahren von einem Wiederaufstieg in
die NLA, doch jedesmal stand ihnen ein anderes Team vor der Nase.
Zuletzt waren es die SCL Tigers und in der letzten Saison die
Rapperswil-Jona Lakers. In den Saisons 1984/85, 1987/88 und 1992/93
stieg der EHCO in die höchste Schweizer Spielklasse auf, konnten
sich aber in der NLA nicht etablieren.
Nun ergibt sich für Olten in dieser Saison eine neue Chance für
einen Aufstieg, gilt der EHCO in dieser Saison als die Tormaschine
der NLB schlechthin (183 Tore) und hat mit Plus-64 die beste
Tordifferenz.
Der EHC Visp wurde in der Saison 2014 letztmals Meister, schaffte
es seither aber nie mehr über die Playoff-Viertelfinals hinaus.
Unterschätzen oder Abschreiben sollte man die Oberwalliser aber
nie, waren sie doch in ihren Meisterjahren 2011 und 2014 von den
Plätzen 5 und 6 aus in die Playoffs gestartet. Auch gilt der EHC
Visp als der Angstgegner des EHC Olten, da die Visper alle vier
Spiele in dieser Saison für sich entscheiden konnte, zweimal nach
Verlängerung. Die Frage ist, können sich die beiden Teams in diesen
Playoffs nochmals steigern und kann sich der EHCO mit seiner Klasse
durchsetzen?
Prognose: 4:2 für Olten
SC Langenthal (4.) – EHC Kloten (5.)
Etwas nachgelasssen hatte der SC Langenthal in den letzten Jahren.
Bezeichnend dafür ist das über Jahre hinweg dominierendes
Ausländer-Duo Brent Kelly und Jeff Campbell, die nun aber mit
37-Jahren ihren Zenit überschrieben haben und nach Beendigung
dieser Saison ihren Rückstritt bekannt gaben. Dennoch ist der SCL
dazu fähig, jeden Gegner zu schlagen, auch den letztjährigen
NLA-Absteiger EHC Kloten, den die Oberaargauer in dieser Saison in
drei von vier Begegnungen besiegt hatten.
Dabei hatte sich der EHC Kloten seine erste Saison nach dem Abstieg
aus der NLA etwas anders und einfacher vorgestellt. Die Zürcher
Unterländer hatten mehr zu kämpfen als erwartet und beendeten die
Saison nach längeren Niederlagenserien nur auf dem 5.Platz. Wie
auch bei der Paarung Olten – Visp ist auch bei Langenthal und
Kloten alles offen, vom Scheitern im Viertelfinal bis zum Vorstoss
in den Final. Alles fängt wieder bei Null an und alles ist
möglich.
Prognose: 4:3 für Langenthal








